Die
Dim Höhle, die sich an der Mittelmeerküste befindet, liegt von den
Touristenzentren Antalya 145 km und von Alanya 11 km entfernt. Sie
liegt 232 m über dem Meeresspiegel am westlichen Hang des Cebel-Reis-Berges,
dessen Höhe 1691 m beträgt. Von Alanya aus führt der Weg zur Dim-Höhle
über die Ortschaft Kestel, entlang des Dim-Fluß-Tals und durch das
Dorf Tosmur. Der Weg ist asphaltiert.
Die Höhle ist bereits seit dem Altertum bekannt, ein Teil von ihr
wurde von den Menschen als Unterkunft benutzt. Die erste planmäßige
Begehung und Vermessung der Höhle wurde 1986 von Speläologen aus
Ankara durchgeführt. Mit dem Ziel, die Höhle für den Tourismus zu
eröffnen, pachtete im Jahre 1996 die MAGTUR AG diese vom Staat.
Sie begann innerhalb kürzester Zeit im inneren sowie äußeren Bereich
mit dem Bau von Wegen und der Anbringung der Beleuchtung. Im September
1998 wurde sie dann eröffnet. Somit ist die DIM-Höhle die erste,
die von Privatunternehmern für den Tourismuserschlossen wurde.
Die geologische Entstehung und Entwicklung (Zusammenfassung)
Die Dim Höhle ist eine karsthöhle Höhle. Durch stark kohlensäurehaltiges
(H2Co3) Regen- und Schneewasser, welches
durch die Spalten und Ritzen des Berges sickert, wird der Kalksteinfelsen
angegriffen und abgetragen, was wiederum zur Bildung dieser Höhle
führte. Man ist der Meinung, dass bei der Entstehung der Höhle
die Tektonik auch eine Rolle gespielt hat. Die Dim Höhle liegt
am Cebel-Reis-Berg des Mitteltaurusgebirges, dessen Hauptmasse
aus einer Kalksteinformation besteht. Diese Kalksteinformation
bildete sich in der Perm-Zeit aus einer metamorphischkristallisierten,
sehr harten und dicken Schicht in den Farben grau bis dunkelgrau.
Die Lage der Höhle liegt in einer Achse NW-SO verlaufende Verwerfungzone.
Unterhalb des Kalksteins gibt es Hinweise auf Schiefer, im unteren
Bereich besteht alles aus Schiefergestein.Diese Gesteine bestehen
aus gebrochenen dünnen Schichtplatten, sind vom Wasser nicht beeinflussbar
und undurchlässig.
Das Taurusgebirge befindet sich in der jungen Alpengürtel-Zone.
Diese Berge haben ihre heutige Höhe durch vertikale tektonische
Bewegungen in der zweiten Hälfte der vierten Geologie zeit, bzw.
In Plio-Pleistozän erreicht. Während auf der einen Seite die junge
Erhöhung der Berge stattfand, vertiefte sich das Bett des Dim-Flusses,
parallel dazu verschwindet der unterirdische Bach, der die Entstehung
der Höhle mit beeinflusst hat. 150 m unterhalb der Höhle tritt
dieser unterirdische Bach wieder zutage und vereint sich mit dem
Dim-Fluß.
Die Dim Höhle ist 360 m lang, durchschnittlich 10-15 m breit und
hoch. Das Innere der Höhle ist mit verschiedenartigen und sehr
reichen Tropfsteinbildungen versehen. Die Tropfsteinbildung dauert
stellenweise heute noch an. Am Ende der Höhle befindet sich ein
kleiner See, dessen Fläche 200 qm beträgt und der 17 m tiefer
als der Eingang der Höhle liegt. Der Grund für die Ansammlung
des Wassers liegt darin, dass der Boden des Sees aus undurchlässigem
Schiefergestein besteht.

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